Unsere Themen, Konzepte und Leitgedanken für nachhaltige Entscheidungen zum Wohle unserer Dorfgemeinschaft

Liebe Bürgerinnen und Bürger von Schwebheim,
Wir haben geliefert, was wir vor sechs Jahren versprochen haben. Alle Großprojekte wurden unter Führung unseres Bürgermeisters Dr. Volker Karb sehr gut umgesetzt: Bei der Feuerwehr, beim Bürgerhaus, beim Einstieg in die Städtebauförderung. Schwebheim steht in allen Lebensbereichen hervorragend da.
Auf dem Weg dorthin gab es durchaus einige Hürden zu bewältigen: Corona-Lockdowns, markant steigende Energie- und Materialpreise in der Zeitenwende mit Krieg in Europa und zuletzt noch persönliche Diskreditierungsversuche anonym gebliebener Dritter gegenüber Bürgermeister und Verwaltung.
Das alles verlangte auch dem Gemeinderat im Ganzen einiges ab.
Umso mehr können wir stolz sein auf das gemeinsam Erreichte und umso wichtiger ist es uns, mit Blick nach vorne ein weiteres Mal unseren Leitgedanken zu betonen:
Wertschätzendes Miteinander und partnerschaftliche Zusammenarbeit sind die Schlüssel zum Erfolg.
Das Prinzip partnerschaftlicher Zusammenarbeit wollen wir weiter lebendig gestalten, sowohl im Verhältnis zu den anderen Parteien im Gemeinderat als auch gegenüber den vielen ehrenamtlich engagierten Bürgern, Vereinen und Verbänden, die sich immer wieder aufs Neue als wichtige Ideengeber und Motor für vielversprechende gesellschaftliche, soziale und kulturelle Themen im Dorf erweisen.
In diesem Sinne sehen wir es weiterhin als eine der größten Stärken unseres Gemeinderats an, dass wegweisende Entscheidungen nicht im Zuge parteitaktischer Überlegungen fallen, sondern in engagierten und sachorientierten Diskussionen. Auf diese Weise kann der Rat jederzeit konstruktiv, flexibel und mit klarem Blick nach vorn auf das gemeinsame Ziel hinarbeiten: die Lebensqualität in unserer Gemeinde zu erhalten und noch weiter zu verbessern.
Dabei ist es ganz natürlich und sogar von großem Vorteil, wenn die einzelnen Ratsmitglieder über unterschiedliche persönliche Stärken, Fähigkeiten, Talente und fachliche Kenntnisse verfügen. Entscheidend ist, dass es gelingt, diese Vielfalt zusammenzuführen und für die gemeinsamen Ziele bestmöglich zu nutzen. Dies gilt auch dann, wenn es in einzelnen Sachfragen unterschiedliche Sichtweisen gibt. Voraussetzung hierfür ist eine Kultur, die Engagement, Kreativität und den Austausch von Ideen fördert. Eine solche Kultur wiederum muss auf Werten wie Verantwortungsbewusstsein, Transparenz, Ehrlichkeit, Fairness und der gegenseitigen Wertschätzung von Meinungen und Leistungen aufbauen.
Für dieses Leitbild treten wir ein und betonen auch für die Zukunft unsere Bereitschaft zum offenen und einander zugewandten Dialog auf Augenhöhe. Wir sind weiterhin der festen Überzeugung, dass eine solche partnerschaftliche Arbeitsweise dem Wohl der gesamten Dorfgemeinschaft am meisten dient.
Gemeinsam für ein intaktes Lebensumfeld und hohe Lebensqualität
Im Sinne dieses Leitbilds wollen wir gemeinsam mit den anderen Gruppierungen aktiv daran weiterarbeiten, für alle Generationen ein gesundes und ökologisch intaktes Lebensumfeld zu bewahren, ein attraktiver Wohn- und Lebensort zu bleiben und die erfolgreichen Entwicklungen der letzten Jahre fortzusetzen,
insbesondere …
- im Bereich der gemeindlichen Kinder- und Jugendarbeit sowie bei den lokalen (Ganztags-) Betreuungsangeboten
- durch vielseitige Freizeit-, Spiel-, Sport-, Kultur-, Bildungs- und Veranstaltungsangebote im Ort, durch Vereinsförderung und Unterstützung von ehrenamtlichen Initiativen zugunsten der Dorfgemeinschaft und der traditionellen Feste im Ort
- bei der dauerhaften Absicherung der Grund- und Nahversorgung in allen Bereichen des täglichen Lebensbedarfs auf dem bekannt hohen Schwebheimer Niveau, inklusive hausärztlicher Versorgung und den Einrichtungen der Alten- und Krankenpflege
- beim Erhalt und bedarfsgerechten Ausbau der Begegnungs- und Unterstützungsangebote für Menschen im Alter und schwierigen Lebenssituationen in weiterhin enger Zusammenarbeit mit Bürgerhilfe, Kirchengemeinden, Mehrgenerationenhaus, Vereinen und Arbeitskreisen
- durch ein offenes Ohr für die Belange der örtlichen Gewerbebetriebe
- im Arten- und Naturschutz, für die nächsten Schritte der Energiewende vor Ort und bei Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel
- durch Schaffung von Wohnraum, vorrangig durch Nutzung innerörtlicher Flächen und Sanierung vorhandener Bausubstanz statt durch Versiegelung in Flur und Natur („Innen- vor Außenentwicklung“), zukünftig unterstützt mit den Mitteln der Städtebauförderung
- bei den anstehenden Investitionen für den Erhalt der Straßen-, Kanal- und sonstiger öffentlicher Versorgungsinfrastruktur, möglichst zeitlich und technisch aufeinander abgestimmt, um Kosten zu sparen, und zusätzlich stets mit dem Ziel der Barrierefreiheit im Blick
- durch die Förderung digitaler Angebote überall dort, wo sie den Informationsaustausch und Abläufe erleichtern
- durch bedarfsgerechte Erhaltungs- und Modernisierungsinvestitionen in die gemeindlichen Liegenschaften, wie aktuell in das Schwimmbad- und Schulturnhallengebäude sowie in einige Gemeindewohnungen für Menschen mit geringem Einkommen
- bei der ortsübergreifenden Zusammenarbeit in der Mainbogenallianz
Geliefert wie versprochen
Zeitgemäßes neues Feuerwehrhaus mit Räumen für Bauhof und Katastrophenschutz
Ob bei Bränden, Unfällen oder in anderen Notsituationen: Unsere Freiwillige Wehr ist vor Ort, um Menschen und Sachwerte zu schützen, zu bergen, zu retten. All das erbringen die Frauen und Männer der Wehr im Ehrenamt. Jeder einzelne bringt in Übungen und Einsätzen zahlreiche Stunden seiner Freizeit ein und jeder von ihnen weiß, dass man trotz vieler Übungen und guter Ausbildung im Einsatz in unvorhergesehene Situationen geraten kann, die im schlimmsten Fall auch die eigene Gesundheit in Gefahr bringen können.
All dies verdient unsere höchste Wertschätzung und Anerkennung. Zugleich verbindet sich damit für die Gemeinde eine sehr große Verantwortung: Nämlich ihre Wehr nicht nur mit allem auszustatten, was zur Einsatzbereitschaft notwendig ist, sondern auch mit allem, was im Einsatzfall zum eigenen Schutz der Feuerwehrleute nötig ist. Dazu gehören die entsprechende persönliche Schutzausrüstung, die entsprechenden Einsatzfahrzeuge, die nötigen Werkzeuge und zeitgemäße Technik. Vor allem gehört dazu ein Feuerwehrhaus, das mit seiner Bauweise die Einsatzabläufe bestmöglich unterstützt, für alle Aufgaben der Wehr den nötigen Raum bietet und allen Feuerwehrleuten auch unter Zeitdruck und Stress im Einsatz ein Höchstmaß an Sicherheit und Unfallvorsorge bietet. All das war im alten Gebäude nicht mehr gewährleistet. Daher war das neue Feuerwehrhaus die einzig richtige Entscheidung.
Die Kosten waren mit rund 6 Mio. Euro erheblich. Sie lagen auch bei diesem Projekt aber am Ende erneut innerhalb bzw. sogar unterhalb der ursprünglichen Kostenschätzung, die bei Projektbeginn 2021 zugrunde lag. Da die Nutzung auf mehrere Jahrzehnte ausgelegt ist, relativieren sich die Kosten zudem über die Nutzungsdauer. Eine gute Bausubstanz lohnt sich damit auch im Sinne wirtschaftlicher Nachhaltigkeit.
Bei der Planung wurden zudem viele Entwicklungen vorausgedacht, die in der Zukunft noch auf uns zukommen können. Das Gebäude erfüllt nun nach bestem Wissen vollständig und gründlich alle notwendigen technischen und arbeitsschutzrechtlichen Anforderungen. Mit seiner Bauweise vereinfacht es im Alltag die Zusammenarbeit der Wehr mit dem Bauhof und bei Bedarf mit anderen Einsatzkräften im Zivil- und Katastrophenschutz.
Auch der Feuerwehrverein, die Jugendfeuerwehr, die Kinderfeuerwehr und das kameradschaftliche Miteinander finden alle ihren nötigen Platz darin. Damit kann die Gemeinde bei ihrer Wehr nicht nur im technischen, sondern auch im menschlichen Bereich auf ein solides und zukunftsfestes Fundament bauen. Das eingesetzte Geld, die Zeit und die Energie sind damit sehr klug und nachhaltig investiert.
Erweiterung des Bürgerhauses ermöglicht barrierefreie Nutzungen und Behördengänge
Mit dem Anbau zum Bürgerhaus 2021/22 konnten die vorherigen Platzprobleme dort gelöst werden. Das Gebäude ist nun zudem in allen Stockwerken und für alle Nutzungen barrierefrei zugänglich.
Dies beinhaltet auch den oberen Saal, so dass auch mobilitätseingeschränkte Personen nun die Schwebheimer Kulturveranstaltungen barrierefrei besuchen können, die dort stattfinden.
Im Erdgeschoss hat die Gemeinde ein barrierefreies Büro als Außenstelle zum Rathaus eingerichtet. Über eine direkte Glasfaserleitung ist dieses Büro elektronisch mit dem Datenbestand und den Bürgerservice-Angeboten im Rathaus verbunden.
Damit können alle Behördengänge und Verwaltungsvorgänge, die früher nur im Rathaus möglich waren, seither auch barrierefrei im Bürgerhaus erfolgen. Die Verwaltung bittet hierzu nur vorab um entsprechende Terminvereinbarung zur Vorbereitung. 2023 wurde die Gemeinde Schwebheim von der Bayerischen Staatsregierung mit dem Signet „Bayern barrierefrei – wir sind dabei!“ ausgezeichnet.
Die Rentenberatung findet inzwischen regelmäßig im Bürgerhausanbau statt, seit 2023 sogar direkt durch einen Versichertenberater der Deutschen Rentenversicherung.
Auch barrierefrei zugängliche Toiletten sind selbstverständlich seither nicht mehr nur im Erdgeschoss, sondern ebenso im Obergeschoss vorhanden.
Lern- und Betreuungsangebote auf höchstem Niveau
Die „Ganztagsbetreuung für Schulkinder“, eine Aufgabe, die vielen anderen Kommunen derzeit großes Kopfzerbrechen bereitet, ist bei uns schon längst etabliert, und zwar auf bestmöglichem Niveau und in bestmöglicher Lage, direkt in der Grundschule, in modernen Räumen, mit Mittagsverpflegung, mit kurzen Wegen zur Bibliothek und zu den Spiel- und Sportmöglichkeiten rund um die Schule.
Mit der Organisationsform „Hort“ erreichen wir in Schwebheim gegenüber anderen Modellen zudem auch das größtmögliche Angebot zur Abdeckung von Ferienzeiten. Herzlichen Dank an dieser Stelle an die evangelische Kirchengemeinde als Betriebsträgerin der Kindertagesstätten inklusive Hort für das sehr gute Miteinander mit der Gemeinde und im Gebäude mit der Schulleitung. Für die Zukunft gilt es all das möglichst auf diesem hohen Niveau zu erhalten, zu pflegen und zugleich offen zu sein für neue Ideen und sich ändernde Anforderungen.
Zukunftsweisende Investitionen der Vorjahre zahlen sich aus: Schwebheim punktet mit sehr hoher Lebensqualität für Familien
Zwei Kindergärten, Schule, Bücherei mit Lese- und Spielbereichen, Turnhalle, Schwimmbad, Mehrzweckhalle, Bürgerhaus, ein vielfältiger Veranstaltungskalender, zahlreiche Freizeitmöglichkeiten im öffentlichen Raum und in den Vereinen: Schwebheim hat tatsächlich enorm viel zu bieten und hebt sich sowohl bei den Pflichtaufgaben als auch bei den freiwilligen Zusatzangeboten von vielen anderen Gemeinden sehr positiv ab.
Weiteren Mehrwert zu diesen Einrichtungen schaffen Angebote wie Schwimmkurse und Musikschule vor Ort, ein buntes und vielseitiges Ferienspaßprogramm, Räume für ehrenamtliche Aktivitäten wie z.B. Krabbelgruppen, die großräumige Sport- und Freizeitanlage hinter der Schule und zahlreiche weitere Spielplätze verteilt über den gesamten Ort, ein gut ausgestatteter Jugendraum „YOURS“, Skater-Anlage, Kneippanlage, Trimm-Dich-Pfad, VHS-Angebote, ortgeschichtliche Sammlung, Kulturwerkreisen, Aussichtsturm, Pavillon und vieles mehr.
Gelungener Start in die Städtebauförderung
Mit dem Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts („ISEK“) ist uns 2024 ein erfolgreicher Einstieg in die Städtebauförderung gelungen.
Das „ISEK“ lieferte im Ergebnis ein Bündel an Zielen, Vorschlägen und Maßnahmen für die zukünftige Gemeindeentwicklung, fachübergreifend über verschiedene wichtige Problem- und Aufgabenfelder hinweg.
Wichtig war uns bei der Erarbeitung von Anfang an der Einbezug der Bürgerinnen und Bürger, nicht nur mit Informationsveranstaltungen, sondern auch durch aktive Beteiligung, etwa bei einem Workshop „Marktplatz der Ideen“ 2023.
Der gemeinsam erarbeitete Maßnahmenkatalog kann nun in den nächsten 15 Jahren Planungsgrundlage für konkrete Vorhaben werden. Zugleich ermöglicht er uns in der Umsetzung bis zu 15 Jahre lang Zugang zu staatlichen Fördermitteln. Konkret wird die Gemeinde seit 2025 in einem sogenannten „Bund-Länder-Städtebauförderprogramm“ gefördert.
Grundsätzlich umfasst das erarbeitete Maßnahmenpaket Themen aus dem gesamten Gemeindegebiet. In der Umsetzung haben wir 2025 bereits mit einem Teilpaket begonnen, das konkret auf eine weitere ortsgestalterische Aufwertung des Altorts abzielt.
Hierzu wurde ebenfalls bereits 2025 das sogenannte „Sanierungsgebiet Ortskern Schwebheim“ beschlossen, das dort die zeitgemäße Instandsetzung und Modernisierung der vorhandenen und erhaltenswerten Gebäude unterstützen soll.
Im Sanierungsgebiet können private Eigentümer nun kostenlos Beratung zu Sanierungsvorhaben in Anspruch nehmen und bei der Umsetzung von steuerlichen Vorteilen profitieren. Begleitend dazu wird gerade die gemeindliche Gestaltungssatzung aktualisiert und auf zeitgemäße Anforderungen angepasst.
Ein ergänzendes kommunales Förderprogramm soll Eigentümer zukünftig finanziell dabei unterstützen und es angemessen honorieren, wenn sie sich im Sinne dieser Satzung um eine wertige Gestaltung ihrer Fassaden, Hoftore usw. bemühen.
Die Ausgaben der Gemeinde für all diese Maßnahmen im Sanierungsgebiet fördert die Regierung wiederum mit 80%.
Weiteres Ziel im Altort ist natürlich auch der Erhalt der historischen Gebäude, die das Ortsbild in seinem historischen Charakter und seiner historischen Struktur prägen. Derzeit laufen im Gemeinderat etwa Überlegungen zur Nachnutzung des alten Feuerwehrhauses.
Einige grundlegende Leitgedanken zur zukunftsgerichteten Gemeindeentwicklung
Zukunftsfeste Ortsentwicklung heißt klimaangepasste und gesundheitsbewusste Ortsentwicklung
Die Wirkungen des Klimawandels zeigen sich mehr und mehr auch bei uns vor Ort. Höhere Durchschnittstemperaturen mit ausgeprägten Hitze- und Trockenperioden werden zur neuen Normalität. Als Folge bringen sie teils erhebliche Belastungen mit sich: Für den Naturhaushalt, für die Landwirtschaft und absehbar vor allem auch für das tägliche Leben der Menschen. Gerade für die Kleinsten und für Senioren können Hitzebelastungen ohne entsprechenden Schutz sogar zum direkten Gesundheitsrisiko werden. Das Ziel „Gesunde Wohn- und
Lebensverhältnisse bewahren“ erfordert es daher zukünftig umso mehr, die Klimaanpassung in allen gemeindlichen Planungen entsprechend ernst zu nehmen.
Vor allem die vielen Bäume und naturnahen Grünräume im Ort werden in Zukunft für die ganze Dorfgemeinschaft eine noch wichtigere Bedeutung haben. Über ihren ökologischen Wert hinaus verbessern sie mit ihrer kühlenden und schattenspendenden Wirkung spürbar das Mikroklima und schaffen damit einen sehr kostbaren Mehrwert für die Aufenthalts- und Lebensqualität im Freien. Ziel muss es daher sein, die Grünstrukturen im Dorf zu schützen, zu erhalten und bei Bedarf mit klimaangepassten Sträuchern, Bäumen und Stauden zu verjüngen. Aus ökologischer Sicht sollten die Grünräume dabei möglichst artenreich (bevorzugt heimische Arten) und miteinander vernetzt sein. Überall da, wo dies durch Begrünung nicht möglich ist, sollten Aufenthalts-, Begegnungs- und Veranstaltungsorte durch entsprechend angepasste Ortsmöblierung vermehrt klimagerecht aufgewertet werden, etwa durch zusätzliche Beschattungs-, Sitz- und Verweilmöglichkeiten.
Mit dem Klimawandel steigt zudem das Risiko extremer Wetterereignisse mit punktuellen Unwetter- und Starkregenlagen. Der Kanal kann in gewisser Zeit aber nur ein begrenztes Volumen aufnehmen. Um Überflutungen von Straßen und Gebäuden zu vermeiden, gilt es große Regenmengen daher gezielt möglichst schon direkt vor Ort im Siedlungsgebiet zurückzuhalten, zwischenzuspeichern, zu versickern und erst verzögert an den Kanal abzugeben (sogenanntes „Schwammstadt-Prinzip“).
Extremwettervorsorge betrifft damit städtebaulich nicht nur die Kanalinfrastruktur. Entscheidend ist vor allem, genügend begrünte und versickerungsfähige öffentliche Räume zu erhalten und weiterzuentwickeln. In Freiflächenplanungen sollten dazu beispielsweise entsprechende Höhenprofile und natürliche Sickermulden von Anfang an mitbedacht werden. Im besten Fall sollte ein möglichst großer Teil des Regenwassers sogar dauerhaft im Boden und Grundwasser vor Ort verbleiben, damit es dem Naturhaushalt als wichtige Ressource in der nächsten Hitzeperiode zur Verfügung stehen kann. Bei Gebäuden sind Dachbegrünungen und Zisternen hilfreich.
Schwebheim profitiert von Grünräumen, die andere erst neu schaffen müssen …
Ökologische Nachhaltigkeit ist in Schwebheim als Leitbild seit Langem fest verankert. Wir können unseren früheren Bürgermeistern und Gemeinderäten sehr dankbar sein für viele weitsichtige Planungen.
Bei der Hochwasservorsorge etwa kommt uns zugute, dass das grüne Band entlang des Unkenbachs historisch vorbeugend von Bebauung weitestgehend frei gehalten wurde. Zudem gibt es bei uns seit Beginn der Siedlungsentwicklung zahlreiche innerörtliche Heckenstreifen und Wäldchen, z.B. am Schlosspark, an der katholischen Kirche, am ehemaligen EGZ mit Heidekindergarten, an den zahlreichen Spielplätzen mit altem Baumbestand und entlang des Bachlaufs.
Unter Begriffen „Pocket-Parks“ oder „Miniwälder“ empfehlen Städteplaner Kommunen heute in teils recht kostspieliger Art und Weise die Anlage solcher Parks. Bei uns sind diese Grünräume längst vorhanden und müssen für die nachfolgenden Generationen „nur“ erhalten werden. Künftig werden ihre Vorteile für das Mikroklima und die Lebensqualität aller Dorfbewohner wohl immer direkter spürbar.
Würdevoller Gedenkort und wichtiger Begegnungsort in einem: Unser Friedhof
Eine herausragende und zugleich sehr sensible Bedeutung kommt im Kreis der öffentlichen Grünbereiche dem Friedhof zu. Der Friedhof ist ein ehrwürdiger Ort des Abschieds und der persönlichen Trauerbewältigung und zugleich ein Ort der Hoffnung und des festen christlichen Glaubens an die Auferstehung und ewiges Leben. Als würdevoller Gedenkort bewahrt er die Erinnerung und erzählt vom Leben und Wirken derer, die dort ihre letzte Ruhestätte finden.
Mit all dem verbindet sich eine besondere Verantwortung der Gemeinde, den Friedhof mit entsprechender Würde zu ehren und zu pflegen.
Mit den angebotenen Bestattungsformen kommt die Gemeinde dem beständigen Trend hin zu Urnenbestattungen und dem Wunsch nach naturnah gestalteten Grabstellen nach. Die seit 2025 möglichen Baumbestattungen reihen sich hier ein.
Durch seine naturnahe Gestaltung und seine Gliederung in unterschiedliche Bereiche, die durch Hecken und Bäume voneinander abgeschirmt sind, kann der Friedhof ein stiller und geschützter Rückzugsort sein oder auch ein Ort, wo Menschen sich begegnen und gemeinsam aufhalten können. Daher gilt es, ihn auch in diesem besonderen parkähnlichen Charakter zu erhalten.
In der Betrachtung über das gesamte Gemeindegebiet ist der Friedhof zugleich ein zentral gelegener und sehr wichtiger Grünraum mit allen entsprechenden positiven Wirkungen und Funktionen. Seine historischen Denkmäler spiegeln zudem einen Teil der Dorfgeschichte wider.
Künftige Bevölkerungsstruktur bestimmt die Art des künftigen Wohnraumbedarfs
Im „Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept“ (ISEK, 2024) wurde auch die Bevölkerungsentwicklung sehr fundiert und ganz konkret für Schwebheim untersucht.
Wie sich zeigt, kommt der Trend der „alternden Gesellschaft“ auch bei uns klar spürbar an: Während unsere Einwohnerzahl insgesamt weiterhin langsam zunimmt, steigt auch bei uns in Schwebheim insbesondere der Anteil der älteren Bevölkerungsgruppen in recht markanter Weise an.
Daraus folgt ganz direkt, dass der Bedarf an kleinen, dafür aber barrierefreien Wohnungen zukünftig weiter zunehmen wird. Zukünftige Wohnformen müssen so ausgerichtet sein, dass sie Seniorinnen und Senioren das eigenständige Wohnen und ein selbstbestimmtes Leben im eigenen Haushalt in dafür geeigneten altersgerechten Wohneinheiten möglichst lange erlauben.
Erfreulich ist, dass die Menschen heute im Alter zumindest im Durchschnitt länger fit bleiben als früher. Daher gilt es die zunehmend vielfältigen Interessen von Senioren nicht nur beim Wohnen, sondern auch an anderen Stellen im Ort noch stärker zu berücksichtigen.
Gleichzeitig gibt es auch in anderen Altersgruppen einen Trend zu mehr Single- und Kleinhaushalten als früher, so dass sich ein steigender Wohnbedarf für Ein- bis Zwei-Personenhaushalte auch von dieser Seite ergibt. In Schwebheim wird dieser Trend noch dadurch verstärkt, dass bemerkenswerterweise in den nächsten Jahren auch der Anteil der jungen Bevölkerung ansteigen wird, eine Folge der familienfreundlichen Ausrichtung der ganzen Gemeinde und der seit einiger Zeit erfreulich hohen Geburtenzahlen. Dagegen ist die mittlere Altersschicht der Bevölkerung zwischen 18 und 65 Jahren rückläufig.
Für die Zukunft kommt die Expertise des ISEK (2024, S. 57) deshalb zu folgender klaren fachlichen Handlungsempfehlung:
„Im Hinblick auf die demographische Entwicklung und dem daraus resultierenden Anstieg kleinerer Haushalte werden qualitätsvolle kleine barrierefreie Wohnungen und Wohneinheiten zukünftig intensiver nachgefragt. […] In Zukunft darf der Fokus nicht mehr auf dem klassischen Einfamilienhaus liegen. Kleine, altersgerechte Mietwohnungen für junge Paare oder alleinstehende Seniorinnen oder Senioren sollten vermehrt angeboten werden.“
In einer kombinierten Betrachtung der Bevölkerungsentwicklung und des Bestands an bereits vorhandenen Einfamilienhäusern kommt das ISEK (2024, S. 59) zu folgendem Ergebnis:
„Der Bedarf an Einfamilienhäusern kann zukünftig über die vorhandenen Potentiale abgedeckt werden, sodass die Gemeinde den Fokus auf die Schaffung von Mehrfamilienhäusern mit verschiedenen Wohnungsgrößen legen sollte.“
Vieles geht gemeinsam besser als alleine: Lebendiges Dorfleben, soziales Miteinander und Ehrenamt weiter stärken
Ein zentrales Rückgrat der Dorfgemeinschaft sind die vielen ehrenamtlich aktiven Menschen im Ort: In den Vereinen, den Kirchengemeinden, der Bürgerhilfe mit ihren verschiedenen Sparten und in den aktiven Arbeitskreisen. Viele dieser Menschen stellen sich und ihre Freizeit schon seit langer Zeit unermüdlich in den Dienst der Gemeinschaft, etwa bei Besuchs- und Fahrdiensten, in verschiedenen Bereichen der Sozialarbeit, in der Jugendarbeit, für den Sport, Kultur und Ortsgeschichte oder für den Umwelt- und Artenschutz.
Auch viele traditionelle Brauchtumsfeste und Veranstaltungen wären nicht denkbar ohne all die Menschen, die dafür ehrenamtlich in ihrer Freizeit planen, organisieren, tatkräftig anpacken und Verantwortung übernehmen. Dies gilt im Großen für Kirchweih und Erntedankfest ebenso wie für den Weihnachtsmarkt, die Feste der Kirchengemeinden, Schule, Kindergärten und Feuerwehr bis hin zu kleineren Vereinsfesten und Ferienspaßaktionen.
Für unser Dorfleben bedeutet all das eine große Bereicherung. Dafür herzlichen Dank! All dies gilt es zu erhalten und weiter zu stärken. Daher ist es selbstverständlich, dass die Gemeinde die aktiven Bürger und Vereine bestmöglich unterstützt: Durch praktische Hilfestellungen und Arbeitsteilung bei gemeinsamen Projekten, durch Zuschüsse für Investitionen oder je nach Bedarf auch ganz konkret im Kleinen, z.B. durch kostenfreie Überlassung von Räumen oder Festausstattung (z.B. Biertischgarnituren und Holzbuden). Finanziell schließt dies die Förderung von Kleinprojekten durch die Bürgerstiftung oder auf Mainbogenebene aus Mitteln des Regionalbudgets ein.
Wichtig ist uns vor allem auch, neue Ideen und Initiativen aus den Vereinen zu unterstützen. Auf diese Weise hat sich seit einiger Zeit etwa der ehemalige Schafstall, eingebettet ins Ensemble von historischer Schlossanlage und Schlosspark, zu einem idealen und sehr ansehnlichen Ort für kleinere Veranstaltungen entwickelt. Auch die „Winterhütte am Plan“ hat sich nach drei Jahren bereits sehr gut etabliert.
Im „Mehrgenerationenhaus im Bürgerhaus“ (MGH) findet wochentags täglich ein offener Treffpunkt statt, ergänzt um regelmäßige Veranstaltungen wie Spiel- und Lerncafe, Lesespaß für Kinder, Gedächtnistraining, Geburtstagscafe oder Trauercafe oder passende Angebote zur Jahreszeit. Viele Angebote richten sich besonders an Senioren und Menschen in schwierigen Lebenssituationen, ergänzt um leicht zugängliche Beratungs- und Hilfsangebote für verschiedene Alltagsherausforderungen, z.B. das Ausfüllen von Formularen oder den Umgang mit Handy und digitalen Medien. All dies erfolgt in enger Vernetzung zwischen der Gemeinde, den Kirchengemeinden, der Diakonie als Träger und vielen ehrenamtlichen Aktivitäten inklusive Bürgerhilfe.
Das Schwebheimer Mehrgenerationenhaus ist nach wie vor das einzige seiner Art im gesamten Landkreis und wurde 2019 bereits mit dem Bundespreis „DemographieGestalter“ in der Kategorie „Gesellschaftlicher Zusammenhalt“ ausgezeichnet.
Nachhaltig und flächensparend Wohnraum schaffen
Nachhaltige und möglichst flächensparende Siedlungsentwicklung heißt, benötigten neuen Wohnraum bevorzugt im bereits erschossenen Siedlungsgebiet zu schaffen und dafür in ökologisch wertvollen Flurbereichen außerhalb des Ortes von zusätzlichen Flächenversiegelungen für neue Baugebiete möglichst abzusehen.
Dies steht zudem im Einklang mit einem weiteren wichtigen Ziel: Den Ortskern in seiner Funktion für das Dorfleben zu erhalten, zu beleben und noch weiter aufzuwerten. Insgesamt ergeben sich so Vorteile sowohl für die umgebende Natur- und Kulturlandschaft als auch für die Zukunftsentwicklung im bereits vorhandenen Siedlungsgebiet und im historischen Ortskern.
Der Gemeinderat hat daher in der Vorbereitung auf die Städtebauförderung bereits einen Grundsatzbeschluss zu Gunsten einer solchen „Innenentwicklung“ gefasst. Der Staat honoriert dies zusätzlich mit einem höheren Fördersatz für städtebauliche Projekte im Ortskern.
Bei der konkreten Umsetzung dieser „Innenentwicklungsstrategie“ liegt der Fokus in Schwebheim angesichts der wenigen verbliebenen Baulücken vor allem auf der Wiederbelegung und Sanierung von Leerständen und bisher nur teilweise genutztem Wohnraum. Dies schließt insbesondere auch den Ausbau alter Scheunen und Nebengebäude zu Wohnraum mit ein, ebenso die Möglichkeiten zur Nutzung bisher nur geringfügig bebauter innerörtlicher Flächen (sogenannte „Nachverdichtung“).
Die besondere und durchaus nicht einfache Herausforderung liegt darin, auf möglichst „behutsame Art“ nachzuverdichten: Vorrangiges Ziel ist, dass mit all diesen Maßnahmen neuer Wohnraum entstehen kann. Zugleich sollen aber auch die historischen Ortsstrukturen mit ihrer historischen Gestaltung soweit wie möglich bewahrt bleiben, ebenso die vorhandenen versickerungsfähigen Flächen und Grünräume.
Ein Blick auf die Landkarte zeigt ergänzend, dass die Wachstumsmöglichkeiten der Gemeinde für größere Neubaugebiete im Außenbereich auch geografisch an ihre Grenzen stoßen. Kleinere Abrundungen der Wohnbebauung im Dorfbereich und am Ortsrand sowie die Überplanung des ehemaligen Gärtnereigeländes Schneider zu Wohn-, Freizeit- und kleingewerblichen Zwecken bleiben auch mit der grundsätzlichen Innenentwicklungs-Beschlusslage des Gemeinderates aber weiterhin möglich.
Für die zukünftige Bebauung des früheren Gärtnereigeländes wurden im ISEK (2024) auch bereits zwei Entwurfsvarianten erarbeitet.
Ökologisch wertvolles Lebensumfeld bewahren: Artenvielfalt, Umwelt- und Ressourcenschutz
Eine wichtige Daueraufgabe bleibt unverändert der ökologische Leitgedanke der Gemeinde, sowohl im Bereich Arten- und Naturschutz als auch hinsichtlich der Energiewende vor Ort. Seit Langem herrscht hierzu im Gemeinderat über alle Parteien hinweg Einigkeit.
Die Kerngedanken der ökologischen Flurbereinigung gelten auch für die Zukunft fort: Wertvolle Landschaftsteile gilt es zu schützen und zu pflegen, Lebensräume dabei möglichst zu vernetzen. Viele Hecken- und Grünstreifen ziehen sich daher wie ein Netz durch unsere Flur, schaffen zusammenhängende Lebensräume und tragen auch in der landwirtschaftlich geprägten Flur zum Erhalt der Artenvielfalt bei.
Mit der Pflegeverantwortung für Hecken, Gräben und Wiesen ist die Gemeinde in der Zusammenarbeit mit den Naturschutzbehörden ein zentraler Akteur im Umwelt- und Artenschutz in der Flur. Gerade auch für den Naturschutz setzen sich zudem in Schwebheim schon seit langer Zeit besonders viele Menschen mit viel Ausdauer und Energie ehrenamtlich ein. Dies verdient große Anerkennung und Unterstützung durch die Gemeinde.
Schwebheim ist seit 2022 auch Gründungsmitglied des überörtlichen Landschaftspflegeverbands. Dies ermöglicht Arbeitsteilung und Zugriff auf nötige Kapazitäten, Fachwissen und teils auch staatliche Förderung für Pflegemaßnahmen. In die ökologische Tradition fügt sich stimmig ein, dass der „Kammerholz“-Wald vor Kurzem ins „Naturerbe“-Programm des Bundes aufgenommen wurde und auch dort künftig die ökologische Funktion des Waldes im Mittelpunkt stehen wird.
Energiewende vor Ort
Die „Energiewende vor Ort“ durch Nutzung erneuerbarer Energien und Steigerung der Energieeffizienz bleibt ebenfalls dauerhafte Zukunftsaufgabe.
Um die natürlichen Schwankungen bei der Erzeugung von Solar- und Windstrom zu bewältigen und die Verteilnetze stabil zu halten, verlagert sich der vorrangige Fokus der Versorger seit einiger Zeit aber vom weiteren Ausbau der Erzeugungskapazitäten mehr und mehr hin zu Fragen der Speicherung und zum Aufbau intelligenter Stromnetze.
Im Kleinen lässt sich dies unterstützen, indem wir neue Anlagen möglichst gezielt dort errichten, wo der erzeugte Strom direkt vor Ort verbraucht oder gespeichert werden kann. Daher waren zuletzt auch einige eher kleine Projekte auf der Agenda, die dafür aber einen recht hohen Eigenverbrauchsanteil aufweisen (z.B. am Regenüberlaufbecken fürs benachbarte Pumpwerk; am Schlosskindergarten als Projekt der evangelischen Kirchengemeinde; bei der Dacherneuerung der Schulturnhalle geplante neue PV-Anlage).
Schwebheim ist zudem Gründungsmitglied des „Energieeffizienznetzwerks“ und in dessen Nachfolge des „Klimaschutznetzwerkes“ in Zusammenarbeit mit der ÜZ Mainfranken und dem Institut für Energietechnik (IfE). Dies ermöglicht regelmäßig wertvollen fachlichen Austausch zu neuen technischen und rechtlichen Entwicklungen sowie Beratung zu konkreten Projektüberlegungen.
Beratungen für Projektvorhaben der Bürger bietet die Gemeinde weiterhin in Kooperation mit der Energieagentur Oberfranken an.
Digitaler Zugang zum Rathaus
Digitalisierung verändert in vielen Lebensbereichen rasant die Kommunikationswege und den Zugang zu Informationen. Damit einher geht ein ebenso rasanter Wandel in vielen Lebensbereichen, Arbeitsabläufen und privaten Lebensstilen.
Auch die Gemeinde Schwebheim geht hier mit der Zeit und bietet viele Dienste inzwischen digital an. Über das „Rathaus-Service-Portal“ auf der Internetseite der Gemeinde sind zahlreiche Anfragen und Anträge ans Bürgerbüro und an die Verwaltung online möglich.
Hierzu zählen zum Beispiel die Vorgänge zur Voranmeldung von Ausweis- und Reisedokumenten, zu Melde- und Gewerberegisteranfragen, zur Ausstellung von Wahlunterlagen und viele weitere behördliche Leistungen und Verfahren aus den unterschiedlichsten Lebensbereichen. Hierfür hat die Gemeinde bereits 2023 die Auszeichnung „Digitales Amt“ erhalten, seinerzeit sogar vor Ort persönlich überreicht von Frau Staatsministerin Judith Gerlach.
Auch Anfragen, die speziell Schwebheim-spezifische Angebote betreffen, sind inzwischen online über digitale Formularseiten möglich, z.B. Anmeldungen zu den Schwimmkursen im Schwebheimer Hallenbad.
WICHTIG: Besonders wichtig ist uns, dass allen Menschen der direkte persönliche Zugang zur Verwaltung erhalten bleibt und sicherlich niemand ausgeschlossen oder benachteiligt wird, der diese digitalen Wege nicht nutzen will oder kann.
Innerhalb der Gemeindeverwaltung schreitet die Digitalisierung ebenfalls voran und unterstützt uns bei vielen kommunalen Aufgaben mit entsprechender Zeitersparnis und (was in den letzten Jahren immer wichtiger geworden ist) in vielen Fällen durch rechtssichere digitale Dokumentation, z.B. beim Winterdienst, bei Baumkontrollen oder bei der softwaregestützten Straßenkontrolle.
Die Schwebheim-App
Zum Jahreswechsel ist vor Kurzem die „Gemeinde-App“ gestartet. Diese ermöglicht direkt am Mobiltelefon oder Tablet Zugriff auf vielfältige aktuelle Informationen aus dem Gemeindegeschehen, zum Veranstaltungskalender, Vereinsnachrichten, Busfahrplänen, Abfallkalender bis hin zu einem Störungsmelder für die Straßenbeleuchtung und Vieles mehr.
Folgende konkrete Projekte und Aufgaben liegen 2026-2032 vor uns:
Für das Kanalsystem ist die Auswertung der Befahrung von 2024 abgeschlossen. Derzeit erstellt das beauftragte Fachbüro auf dieser Grundlage eine konkrete Bedarfsplanung für eine abschnittsweise Reparatur und Sanierung der Leitungsstränge und der technischen Bauwerke. Konkrete Empfehlungen zur jeweils geeigneten Sanierungsart und zur Reihenfolge sollen Mitte 2026 vorliegen.
Bei der Abarbeitung gilt es auf ein überlegtes, schrittweises Vorgehen und eine zeitliche Abstimmung mit anderen anstehenden Bauvorhaben (z.B. der Wasserversorger) zu achten, um die Kosten möglichst zu teilen. Dies erscheint vor allem auch deshalb geboten, weil die Kosten für Kanalsanierungen gemäß den rechtlichen Vorgaben der Abgabenordnung über Gebühren und Beiträge direkt von den Bürgern zu tragen sein werden. Vorteilhaft ist, dass die bereits erfolgte Bestandsbewertung den Hauptkanälen, Schächten und Anschlussleitungen zumindest in der Betrachtung über das gesamte Gemeindenetz hinweg im Durchschnitt insgesamt einen guten Zustand bescheinigt. Dennoch zeichnet sich für einige Einzelstellen, Stränge und Bauwerke mit unterschiedlicher Dringlichkeit Reparatur- oder Erweiterungsbedarf ab.
Neue Chancen zur Bewältigung der Verkehrsbelastung durch die Städtebauförderung:
Die Ortsdurchfahrt ist durch das hohe Verkehrsaufkommen bei zugleich recht hohem LKW-Anteil stark belastet. Wir erinnern uns alle an die Bilder der Sondersituation vom November 2025 bei Sperrung der B 286. Aber auch zu „normalen“ Zeiten ist die Situation anspruchsvoll:
Oft ist die Straße schlecht einsehbar. Abgestellte Fahrzeuge am Straßenrand erschweren die Sicht an Einmündungen und Ausfahrten. Für Anwohner kommt die Lärmbelastung hinzu. Trotz des starken Verkehrs gibt es nur zwei Fußgängerüberwege mit Ampeln entlang des gesamten Verlaufs und ansonsten keine weiteren baulichen Hilfen zur Fahrbahnüberquerung. Besonders für Kinder und mobilitätseingeschränkte Menschen erscheint die Querung oft anstrengend und nicht ungefährlich.
Die Ausgangssituation ist zudem rechtlich und baulich schwierig. Unsere Ortsdurchfahrt ist eine Staatsstraße. Daher liegen die Entscheidungsbefugnisse für verkehrsrechtliche oder bauliche Änderungen grundsätzlich bei den überörtlichen Verkehrsbehörden im Landratsamt und beim Freistaat Bayern, vertreten durchs staatliche Bauamt. Bürgermeister und Gemeinde sollten daher grundsätzlich nichts versprechen, was sie selbst tatsächlich gar nicht entscheiden können.
Doch auch entlang der Ortsdurchfahrt eröffnet uns der neue Rahmen der Städtebauförderung nun eine Chance auf neue Lösungswege. Konkret läuft gerade eine Planung, entlang der Ortsdurchfahrt als städtebauliches Gesamtkonzept ein zusammenhängendes Bündel an Maßnahmen anzugehen, die bisher als punktuelle Einzelforderungen bei den verantwortlichen überörtlichen Behörden keine Zustimmung fanden, etwa zusätzliche Querungshilfen, neue Parkraumregelungen bis hin zum zugegebenermaßen durchaus schwierigen Versuch, die Ortsdurchfahrt insgesamt fahrradfreundlicher zu gestalten und Gehwege an entsprechend problematischen Stellen aufzuweiten.
Entscheidend wird sein, in welchem Umfang die Behörden dieses Paket im Ganzen nach den einschlägigen Normen für Staatsstraßen als zulässig bewerten und es unterstützen. Die Grundhaltung der Beteiligten in den ersten Gesprächen erschien im Rahmen des Möglichen jedenfalls wohlwollend-positiv.
Auch aus kleineren Gemeindestraßen melden Anwohner zunehmend Parkprobleme und Geschwindigkeitsverstöße. Teils wird eine flächendeckende Verkehrsberuhigung gewünscht.
Grundsätzlich sind wir offen für entsprechende Neuordnungen. Vor Ort müssen sie im Alltag dann allerdings auch verlässlich durchsetzbar und mit den Belangen der angrenzenden Straßenzüge vereinbar sein.
Die Schaffung zusätzlichen öffentlichen Parkraums setzt zunächst verfügbare Flächen voraus. An einigen Stellen waren hierfür zumindest im Kleinen schon Lösungen möglich. An anderen wäre hierfür zunächst Grunderwerb nötig.
Beim Thema Barrierefreiheit gilt es mögliche Verbesserungen stets punktuell vor Ort prüfen. Insgesamt bescheinigt die fachliche Untersuchung des ISEK uns hier aber bereits ein hohes Niveau, z.B. wegen vieler vorhandener Bordsteinabsenkungen. Der Rollatorweg am Kirchplatz wird als gelungene Gestaltung sogar besonders gewürdigt.
Am Bauhof steht eine Erneuerung der Maschinenhalle an, inklusive einem Fahrzeug-Waschplatz zur gemeinsamen Nutzung mit der Feuerwehr.
Die Breitband-Versorgung in Schwebheim ist durch die vorhandenen Anschlüsse und Leistungsstärken von Telekom und Vodafone (ehemals KabelDeutschland) im Sinne der maßgeblichen staatlichen Förderrichtlinien insgesamt bereits so gut, dass derzeit für weitergehende Ausbaustufen kein Zugang zu Fördermitteln besteht. Im Branchendialog haben Vodafone und Telekom einem weiteren Ausbau ohne staatliche Förderung bereits eine Absage erteilt. Auch ein eigenständiger Ausbau komplett aus gemeindlichen Haushaltsmitteln ist angesichts der zu erwartenden Kosten von vielen Millionen Euro für einen flächendeckenden Glasfaserausbau ohne staatliche Förderung nicht wirtschaftlich finanzierbar. Daher gilt es momentan, die Entwicklung der staatlichen Förderprogramme im Blick zu behalten und Chancen für Verbesserungen wie in der Vergangenheit auch zukünftig sofort zu nutzen.
Ein wichtiges Zukunftsthema bleibt die Wärmewende. Sowohl aus Sicht der Gemeinde als auch für jeden einzelnen Hauseigentümer stellt sich hierbei sehr konkret die Frage nach dem zukünftigen Rechtsrahmen und nach dem jeweils geeigneten, zukunftsfesten Heizsystem. Schwebheim hat deshalb als eine der ersten Gemeinden bereits sehr frühzeitig eine „Kommunale Wärmeplanung“ beauftragt, konkret beim Institut für Energietechnik der Technischen Hochschule Amberg-Weiden („IfE“). Die Präsentation der Ergebnisse ist für Mitte 2026 in Aussicht gestellt.
Fazit: Auch in den nächsten sechs Jahren gibt es wieder viel anzupacken und zukunftsfest zu gestalten. Daher lautet auch unser Motto für die Kommunalwahl 2026:
„Wir bewegen Schwebheim“ – mit Verstand, mit Tatkraft, mit Fleiß und mit dem klaren Wunsch nach einem „Wir“ und „Miteinander“ im Gemeinderat und im gesamten Ort.
Solide Finanzlage in Schwebheim:
Das Finanzvermögen der Gemeinde beträgt zum Jahreswechsel 2025/26 mehr als 9 Mio. Euro und liegt damit um rund 2 Mio. Euro höher als zu Beginn der laufenden Mandatsperiode (Mitte 2020).
Diese Zahlen sind beachtlich. Tatsächlich sind unsere Reserven damit entgegen einiger im Ort herumgeisternder Befürchtungen auch nach Umsetzung der großen Investitionen für das neue Feuerwehrhaus und die Bürgerhauserweiterung nicht niedriger oder sogar aufgebraucht, sondern in Wahrheit sogar höher als davor.
Für die anstehenden notwendigen Investitionen ist die Gemeinde damit finanziell gut gerüstet.
Für die Zukunft zeichnen sich aber auch Belastungen in einigen Einnahmen- und Ausgabenpositionen ab, die wir seitens der Gemeinde nicht selbst steuern können. Dies betrifft zum Beispiel den bereits angekündigten Anstieg der Kreisumlage zur Finanzierung der Ausgaben des Landkreises, verschiedene Preis- und Tarifsteigerungen sowie konjunkturabhängige Teile unserer Steuereinnahmen. Eine Fortsetzung unserer soliden Finanzpolitik ist daher unerlässlich.

Im Bild: Rücklagen der Gemeinde Schwebheim in Mio. Euro

